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Taufe planen: Paten, Kosten, Ablauf & Geschenke

Irene · · 14 Min. · Aktualisiert am 9. September 2026

Die Taufe selbst kostet in Deutschland nichts. Weder die evangelische noch die katholische Kirche verlangt für sie eine Gebühr oder erwartet eine Spende: Für Kirchenmitglieder ist sie kostenlos, finanziert über die Kirchensteuer. Was Geld kostet, ist allein das, was ihr danach feiert. Der Aufwand liegt woanders — nämlich bei zwei Fragen, die in Deutschland früher kommen als jede Budgetfrage: Wer darf überhaupt Pate werden? Und: evangelisch oder katholisch? Denn die beiden Konfessionen beantworten die Patenfrage unterschiedlich, mit unterschiedlichem Mindestalter, unterschiedlicher Höchstzahl und unterschiedlichen Nachweisen. In diesem Ratgeber findest du den Ablauf von der Anmeldung bis zum Tauftag, die Regeln beider Kirchen, die realistischen Geschenkbeträge und die weltliche Alternative für alle, die nicht taufen möchten.

Was eine Taufe in Deutschland kostet — und was nicht

Fangen wir mit dem Missverständnis an, das am meisten Unruhe erzeugt. In Deutschland gibt es für die Taufe keinen Tarif und keine erwartete Spende. Die Evangelische Kirche im Rheinland formuliert das in ihrem Taufe-FAQ direkt: Eine Taufe ist für Kirchenmitglieder grundsätzlich kostenlos. Für die katholische Kirche gilt dasselbe: Weder für die Taufe noch für die Vorbereitung ist etwas zu zahlen. Getragen wird das über die Kirchensteuer der Mitglieder. Wenn du also mit einem Umschlag für den Pfarrer rechnest: nicht nötig. Kosten können nur entstehen, wenn ihr über das Übliche hinaus etwas dazubestellt, besonderen Blumenschmuck etwa oder eine Solistin für die Musik.

Das Budget einer Taufe ist also in Wahrheit das Budget der Tauffeier. Und die reicht von Kaffee und Kuchen bei euch zu Hause bis zum Restaurantessen für dreißig Leute. Zwei Zahlen, die sich belastbar nennen lassen: Ein Fotograf für die Zeremonie kostet bei einem bundesweiten Anbieter ab 250 € brutto für eine Stunde vor Ort, 320 € für zwei Stunden in Städten wie Berlin, Köln oder München. Kleine Gastgeschenke für die Gäste liegen laut familie.de zwischen etwa 1–2 € (Duftsäckchen) und rund 15 € (Badezusatz). Alles, was Essen und Räume betrifft, schwankt dagegen so stark zwischen Stadt und Land, dass eine deutschlandweite Zahl nur in die Irre führen würde: Frag zwei oder drei Adressen vor Ort nach Preisen, das ist zuverlässiger als jeder Durchschnitt. Die Aufschlüsselung Posten für Posten steht in was eine Taufe kostet.

Und die entspannende Nachricht dazu: Eine kleine Feier ist keine Notlösung. Weil die Zeremonie nichts kostet, ist der Unterschied zwischen einer sparsamen und einer großen Taufe ausschließlich eine Frage dessen, was ihr feiern möchtet — nicht davon, wie „richtig“ die Taufe wird.

Evangelisch oder katholisch: was sich konkret unterscheidet

Hier liegt der Unterschied, der in der Praxis am meisten ausmacht, und er betrifft fast immer die Paten. Beide Kirchen taufen, aber sie regeln unterschiedlich, wer dabei welche Rolle übernehmen darf. Die folgende Übersicht stellt die katholischen Regeln (bundesweit einheitlich, sie folgen dem Kirchenrecht) den evangelischen gegenüber — bei letzteren am Beispiel der Evangelischen Kirche im Rheinland, weil die evangelischen Regeln von Landeskirche zu Landeskirche abweichen.

FrageKatholischEvangelisch (Bsp. Rheinland)
Mindestalter des Paten16 Jahre14 Jahre (religionsmündig)
Konfession des Patenkatholisch, getauft, gefirmt, Erstkommunion empfangenMitglied einer christlichen Kirche und getauft
Wie viele Pateneiner, oder zwei — dann ein Mann und eine Fraukeine festgelegte Höchstzahl, üblich sind ein bis zwei
Taufe ohne Paten möglich?ein Pate ist vorgesehenja, eine Taufe ist auch ohne Paten möglich
Andere Konfessionnur als Taufzeuge, und nur wenn es zusätzlich einen katholischen Paten gibtPaten aus anderen christlichen Kirchen sind möglich
NachweisPatenschein, meist ein Auszug aus dem Taufregister des eigenen PfarramtsPatenbescheinigung, außer der Pate ist Mitglied derselben Landeskirche

Der Punkt, an dem die meisten Familien hängen bleiben, ist die letzte Zeile in der katholischen Spalte. Dass eine evangelische Freundin bei einer katholischen Taufe formal Taufzeugin und nicht Patin ist, klingt nach einer Kleinigkeit und fühlt sich für die betroffene Person selten so an. Es lohnt sich, das früh und offen zu besprechen: An der tatsächlichen Rolle im Leben des Kindes ändert das Wort nichts, an der Eintragung im Taufbuch schon. Wer keinen Paten findet, der die Bedingungen erfüllt, ist damit übrigens nicht allein — einzelne Bistümer haben ihre Regeln in den letzten Jahren gerade deshalb gelockert.

Wenn die Eltern nicht (mehr) in der Kirche sind

„Taufe ohne Kirchenzugehörigkeit“ ist eine der häufigsten Suchanfragen zum Thema in Deutschland, und das aus gutem Grund: Bei rund 18 Millionen evangelischen Kirchenmitgliedern Ende 2024 und einer Zahl von Austritten, die deutlich über der Zahl der Taufen liegt, betrifft es viele Familien. Die Antwort ist nicht automatisch nein. In der Evangelischen Kirche im Rheinland ist die Taufe auch dann möglich, wenn beide Eltern ausgetreten sind, sofern eine Christin oder ein Christ die Verantwortung für die christliche Erziehung übernimmt — in der Praxis meist eine Patin oder ein Pate.

Weil die Zuständigkeit bei der jeweiligen Landeskirche beziehungsweise beim Bistum liegt, gibt es hier keine bundesweit gültige Auskunft. Der ehrlichste und schnellste Weg ist der Anruf im Pfarramt vor Ort. Und falls die Antwort nicht passt oder eine kirchliche Feier ohnehin nicht euer Weg ist: Die weltliche Alternative weiter unten ist keine Ersatzlösung, sondern eine eigene, gewachsene Form.

Der Zeitplan: acht Wochen bis zum Tauftag

Anders als bei einer Babyparty ist bei der Taufe nicht die Feier der Engpass, sondern die Bürokratie — und zwar ein einziges Dokument. Der Ablauf, den familie.de als Acht-Wochen-Checkliste beschreibt, sieht in der Praxis so aus:

  1. 8 Wochen vorher: Paten festlegen, fragen — und sie gleich bitten, ihre Patenbescheinigung im eigenen Pfarramt zu beantragen. Das ist der Schritt, der am häufigsten alles aufhält, weil er nicht bei euch liegt, sondern bei einer anderen Gemeinde, womöglich am anderen Ende Deutschlands.
  2. 7 Wochen vorher: Taufe im Pfarramt anmelden. Mitzubringen sind in der Regel die Geburtsurkunde des Kindes, die Ausweise der Eltern und die Bescheinigungen der Paten (eine Heiratsurkunde nur, falls es eine gibt — verheiratet sein muss für eine Taufe niemand).
  3. 6 Wochen vorher: das Taufgespräch mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin. Hier wird der Ablauf festgelegt, der Taufspruch ausgewählt und über die Tauflieder gesprochen. Der Taufspruch begleitet das Kind ein Leben lang und landet später auf Kerze, Karte und Erinnerungsstücken — nimm dir dafür Zeit.
  4. 5 Wochen vorher: Einladungen verschicken, sobald Termin und Taufspruch stehen. Hier gehört auch der Link zur Geschenkliste hinein, dazu unten mehr.
  5. 4 Wochen vorher: die Feier planen — Kaffee und Kuchen zu Hause, Brunch, Restaurant. Wer das Essen aufteilt, statt es einzukaufen, hat den größten Posten schon gelöst.
  6. 2 Wochen vorher: Kleidung besorgen. Festlich, aber bequem, für das Kind wie für euch. Und: Wenn ihr kein Taufkleid kaufen möchtet, fragt in der Pfarrei nach — viele Gemeinden verleihen eines.

Die Taufsymbole: Taufkerze, Taufkleid, Taufspruch

Drei Dinge gehören in Deutschland zur Taufe, und sie erklären auch, warum die Geschenkfrage hier anders läuft als bei der Geburt.

Die Taufkerze ist das Herzstück. Sie steht für Christus und das Licht seiner Auferstehung, wird im Gottesdienst an der Osterkerze entzündet, und viele Familien holen sie danach jedes Jahr am Geburts- oder Tauftag wieder aus dem Schrank. Traditionell kommt sie von der Patin oder dem Paten, gekauft oder selbst gestaltet — die Evangelische Kirche in Bayern schreibt dazu, am schönsten seien selbst gemachte Kerzen. In der katholischen Liturgie ist das Entzünden fester Bestandteil, evangelisch ist es ein Brauch, der sich verbreitet hat. Praktische Folge für die Geschenkplanung: Die Kerze ist vergeben. Sie gehört den Paten und muss nicht auf die Liste.

Das Taufkleid wird häufig in der Familie weitergegeben, und wo keines da ist, hilft oft die Pfarrei aus. Der Taufspruch schließlich ist der Bibelvers, den ihr im Taufgespräch aussucht; er taucht danach überall wieder auf, auf der Kerze, in der Danksagung, im Fotobuch. Ein viertes, weniger bekanntes Element ist der Patenbrief: ein Brief der Paten an das Kind, der erst in vielen Jahren gelesen wird. Er kostet nichts und ist regelmäßig das Geschenk, an das sich später alle erinnern. Wer beim Formulieren Anlauf braucht, findet Ansätze in den Glückwünschen zur Geburt.

Was auf eine Taufliste gehört

Weil Kerze, Kleid und Spruch entweder vergeben oder gar nicht käuflich sind, bleibt für die Liste ein anderer Bereich übrig — und das ist der praktische. Bei der Taufe ist das Kind meist ein halbes Jahr alt oder älter, also genau aus der Erstausstattung heraus. Was jetzt wirklich gebraucht wird, ist deshalb selten das, was zur Geburt auf der Liste stand.

  • Kleidung in der nächsten Größe, nicht in der aktuellen — sie passt schneller nicht mehr, als alle denken.
  • Spielzeug für die Altersstufe, in der das Kind gerade ist, siehe die Übersicht zum Spielzeug für 6 bis 12 Monate.
  • Erinnerungsstücke mit Namen und Datum: Bilderrahmen, Fotobuch, gravierte Kleinigkeiten. Hier gehen Doppelungen am schnellsten schief, weil alle auf dieselbe Idee kommen.
  • Etwas fürs Langfristige: Viele Paten und Großeltern legen Geld für später an. Wichtig zu wissen, bevor jemand ein Konto eröffnet: Was auf den Namen des Kindes läuft, gehört dem Kind — mit 18 kann es frei darüber verfügen, Eltern haben dann keinen Zugriff mehr, so die Verbraucherzentrale.
  • Ein größerer Posten als Gemeinschaftsgeschenk, wenn mehrere sich zusammentun möchten, etwa für das nächste Reisebett oder den Fahrradsitz.

Babyliste weiterverwenden oder eine neue anlegen?

Technisch kannst du dieselbe Liste offen lassen: Auf BabyWish schließt sich eine Liste nie von selbst, sie bleibt teilbar und reservierbar, bis du sie löschst. Trotzdem empfehlen wir für die Taufe eine eigene Liste. Ein Klick auf „+ Neue Liste“ im Dashboard, ein Titel wie „Taufe von Lena“, Link teilen — zwei Minuten, und die Geschenke der beiden Anlässe bleiben getrennt. Dein Konto kann beliebig viele Listen enthalten, du findest sie alle in der Seitenleiste. Die Schritte im Einzelnen stehen in wie du eine eigene Taufliste erstellst, und was die beiden Listen inhaltlich unterscheidet, in Taufliste oder Babyliste.

Wie viel man zur Taufe schenkt

Die Beträge, die in Deutschland üblich sind, liegen niedriger als viele befürchten. Die Stuttgarter Zeitung nennt in einer Übersicht vom Januar 2026 folgende Größenordnungen — Richtwerte, keine Erwartungen:

Wer schenktÜblicher Betrag
Patin und Pate100–150 €
Großeltern, Tante, Onkel50–100 €
Freunde20–50 €
Bekannte, Nachbarn, entferntere Verwandte10–20 €

Wichtiger als der Betrag ist die eigene Lage: Niemand muss sich an einer Tabelle messen, und ein Patenbrief oder eine selbst gestaltete Kerze wiegt in der Erinnerung mehr als der Umschlag. Mehr Ideen nach Rolle sortiert stehen in Taufgeschenke und, speziell für die Patenrolle, in Geschenk als Patin oder Pate.

Doppelte Geschenke vermeiden — und die Gastgeschenke nicht verwechseln

Mit einer online geteilten Liste sieht jeder Gast in Echtzeit, was schon reserviert ist: keine zwei gleichen Bilderrahmen, keine drei Fotoalben. Der Link geht kostenlos per WhatsApp raus, die Gäste reservieren ohne Konto, und für größere Posten lässt sich ein Gemeinschaftsgeschenk aktivieren, bei dem kein Geld über die Plattform läuft. Nicht verwechseln solltest du das mit den Gastgeschenken — den kleinen Mitgebseln, die ihr den Gästen mitgibt. Die laufen in die andere Richtung und sind freiwillig; wie beides zusammenpasst, steht in Gastgeschenke zur Taufe und doppelte Geschenke. Fertige Formulierungen, um den Link ohne fordernden Ton zu teilen, findest du in die Taufliste per WhatsApp teilen.

Ohne Taufe feiern: die freie Namensfeier

Nicht jede Familie tauft, und die Zahlen zeigen, wie normal das inzwischen ist: 2024 gab es in Deutschland rund 113.600 evangelische und 116.222 katholische Taufen — in beiden Kirchen deutlich weniger als noch im Jahr davor. Wer den Anlass trotzdem feiern und Patenschaften vergeben möchte, hat dafür eine eigene deutsche Form: die freie Taufe, auch Willkommensfeier oder Namensfeier genannt. Ein freier Redner oder eine freie Rednerin gestaltet die Feier mit euch, samt Ritualen, Namensgebung und der Rolle der Paten. Ort und Ablauf sind frei, kirchliche Dokumente braucht es keine.

Ein Punkt zur Erwartungssteuerung, weil er gern falsch herum erzählt wird: Diese Feier ist nicht die billigere Variante. Anbieter nennen für einen freien Redner in Deutschland meist 400 bis 900 Euro — das sind die Preise der Anbieter und sie können sie jederzeit ändern. Die kirchliche Zeremonie ist die kostenlose. Und noch ein verbreitetes Missverständnis: Das Standesamt tauft nicht. Eine „standesamtliche Taufe“ gibt es in Deutschland nicht; das Standesamt beurkundet die Geburt, die Feier gestaltet ihr selbst oder mit einem freien Redner. Übrigens lassen sich Paten auch völlig ohne Feier benennen — es gibt keine Instanz, die das genehmigen müsste.

Taufe des zweiten Kindes: was sich ändert

Beim zweiten Kind sind Kleid und Deko meist noch da, und die Liste verschiebt sich auf das, was nicht wiederverwendbar ist: der eigene Name, das eigene Datum, die eigene Kerze mit dem eigenen Taufspruch. Es ist dieselbe Logik wie bei der Babyliste für das zweite Kind, und im Detail steht sie in Taufe des zweiten Kindes. Wichtig ist vor allem eine Sache: Dass die zweite Feier kleiner ausfällt, heißt nicht, dass sie weniger zählt. Sie ist nur die zweite.

Häufige Fragen

Was kostet eine Taufe in Deutschland?

Die Taufe selbst kostet nichts. In der evangelischen wie in der katholischen Kirche ist sie für Kirchenmitglieder kostenlos, weil sie über die Kirchensteuer finanziert wird — es gibt keinen Tarif und keine erwartete Spende. Geld kostet nur, was ihr danach feiert: Essen, Deko, vielleicht ein Fotograf. Kaffee und Kuchen zu Hause bleibt zweistellig, ein Restaurantessen für dreißig Leute ist eine andere Größenordnung. Frag nach den Preisen vor Ort, sie unterscheiden sich stark je nach Region.

Wer darf Taufpate oder Taufpatin werden?

Das entscheidet das Kirchenrecht, und die beiden Konfessionen entscheiden es unterschiedlich. Katholisch muss der Pate mindestens 16 Jahre alt, katholisch, getauft, gefirmt und zur Erstkommunion gegangen sein; erlaubt sind ein Pate oder zwei, dann ein Mann und eine Frau. Evangelisch (Beispiel Rheinland) genügt die Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche, die eigene Taufe und ein Alter von mindestens 14 Jahren; eine Höchstzahl gibt es nicht. Nachweis ist in beiden Fällen die Patenbescheinigung, die der Pate in seinem eigenen Pfarramt holt.

Kann ein evangelischer Pate bei einer katholischen Taufe dabei sein?

Ja, aber in einer anderen Rolle. Wer getauft, aber nicht katholisch ist, kann laut katholischem Kirchenrecht nur Taufzeuge sein, und das auch nur, wenn zusätzlich ein katholischer Pate benannt ist. Eine Ausnahme gilt für Mitglieder der orthodoxen Kirchen, die gemeinsam mit einem katholischen Paten Pate sein können. Praktisch heißt das: Wenn du dir eine bestimmte Person wünschst, klärt das Taufgespräch früh, welche Rolle für sie möglich ist.

Kann man das Kind taufen lassen, wenn die Eltern aus der Kirche ausgetreten sind?

Das ist eine der häufigsten Fragen überhaupt, und die Antwort ist nicht automatisch nein. In der Evangelischen Kirche im Rheinland etwa ist die Taufe auch dann möglich, wenn beide Eltern ausgetreten sind — vorausgesetzt, eine Christin oder ein Christ übernimmt die Verantwortung für die christliche Erziehung, in der Praxis meist ein Pate. Die Regeln sind Sache der jeweiligen Landeskirche oder des Bistums, deshalb ist der ehrlichste Weg das direkte Gespräch im Pfarramt.

Was schenkt man zur Taufe, und wie viel?

In Deutschland liegen die üblichen Beträge deutlich niedriger, als viele vermuten: Paten geben laut Stuttgarter Zeitung meist 100 bis 150 Euro, Großeltern, Tanten und Onkel 50 bis 100 Euro, Freunde 20 bis 50 Euro, Bekannte und Nachbarn 10 bis 20 Euro. Das klassische Patengeschenk ist die Taufkerze, die traditionell von der Patin oder dem Paten kommt und im Gottesdienst an der Osterkerze entzündet wird.

Was ist eine freie Taufe oder Willkommensfeier?

Die weltliche Alternative zur Taufe. Ein freier Redner oder eine freie Rednerin gestaltet mit euch eine persönliche Feier mit Namensgebung und Patenschaft, ohne Kirche und ohne kirchliche Dokumente. Anbieter nennen dafür in Deutschland meist 400 bis 900 Euro. Anders als oft gedacht macht das Standesamt keine Taufen: Es gibt keine „standesamtliche Taufe“, es gibt die freie Feier.

Kann ich meine Babyliste auch für die Taufe weiterverwenden?

Technisch ja, die Liste bleibt aktiv und teilbar. Wir empfehlen dir aber, im BabyWish-Dashboard eine neue Liste anzulegen: Das dauert zwei Minuten und hält die Geschenke der beiden Anlässe sauber getrennt. Für die Taufe steht ohnehin anderes drauf — das Kind ist ein halbes Jahr älter als bei der Geburt.

Quellen

  • Evangelische Kirche im Rheinland, „Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Taufe“ (Kosten, Paten, Patenbescheinigung, Taufe bei ausgetretenen Eltern) — sinnundsegen.de (abgerufen am 9. September 2026).
  • katholisch.de, „Drei Paten und ein geliehenes Taufkleid? 15 Fragen rund um die Taufe“ (Patenvoraussetzungen, Taufzeuge, Patenschein, Taufkleid) — katholisch.de (abgerufen am 9. September 2026).
  • EKD, Statistik „Amtshandlungen“ (113.586 evangelische Taufen 2024, davon 103.072 Kinder- und 10.514 Erwachsenentaufen) — ekd.de (abgerufen am 9. September 2026).
  • katholisch.de, „Katholische Kirche in Deutschland verliert mehr als 320.000 Mitglieder“ (116.222 Taufen 2024, 2023: 131.245), 27. März 2025 — katholisch.de (abgerufen am 9. September 2026).
  • Stuttgarter Zeitung, „Wie viel Geld schenkt man zur Taufe?“ (Richtwerte nach Verwandtschaftsgrad), 29. Januar 2026 — stuttgarter-zeitung.de (abgerufen am 9. September 2026).
  • familie.de, „Taufe planen ohne Stress? Mit dieser 8-Wochen-Checkliste klappt’s“ (Zeitplan, Patenbescheinigung, Taufgespräch, Taufspruch) — familie.de (abgerufen am 9. September 2026).
  • Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, „Eine Taufkerze erstellen“ (Symbolik, Entzünden an der Osterkerze, Brauch am Tauftag) — taufe.bayern-evangelisch.de (abgerufen am 9. September 2026).
  • Offenblende, Preise für Taufe-Fotografie (ab 250 € brutto für eine Stunde; Preise des Anbieters, Änderungen möglich) — offenblende.de (abgerufen am 9. September 2026).
  • Rent a Pastor, „Was kostet ein freier Theologe für eine freie Taufe?“ (400–900 € für einen freien Redner; Preise der Anbieter) — rent-a-pastor.com (abgerufen am 9. September 2026).
  • Verbraucherzentrale, „Sinnvoll für Kinder und Enkelkinder sparen“ (Geld auf den Namen des Kindes gehört dem Kind; ab 18 kein Zugriff der Eltern) — verbraucherzentrale.de (abgerufen am 9. September 2026).
  • familie.de, „Gastgeschenke für die Taufe: 11 kreative Mitgebsel ab 5 €“ (Preise kleiner Mitgebsel) — familie.de (abgerufen am 9. September 2026).

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