Ratgeber Babypflege

Babypflege: was ein Neugeborenes in den ersten Wochen wirklich braucht

Die ersten Wochen mit Baby bestehen aus wenigen Handgriffen, die sich ständig wiederholen: wickeln, waschen, baden, stillen oder Fläschchen geben, schlafen legen. Dafür brauchst du viel weniger, als Drogerie und Babyfachmarkt nahelegen. Hier findest du, was sich im Alltag bewährt, worauf du beim Kauf achtest und welche Dinge du dir sparen oder gebraucht besorgen kannst – mit unseren ausführlichen Ratgebern zu jedem Thema.

Viviana

Baden, Wickeln, Kleidung: die Babypflege im Alltag

Für die tägliche Babypflege reicht eine kurze Grundausstattung: eine Babywanne oder ein Badeeimer, ein Badethermometer, zwei, drei Kapuzenhandtücher, weiche Waschlappen und eine Wickelauflage mit abwaschbarem Bezug. Pflegeprodukte kaufst du am besten erst in kleinen Größen bei dm oder Rossmann, denn für die meiste Zeit genügt klares Wasser. Mehr Gedanken lohnen sich bei den Windeln – Größe und Passform entscheiden, ob es ausläuft oder wund wird – und bei der Kleidung: Bodys und Strampler aus Baumwolle oder Wolle-Seide, mit Wickelausschnitt oder Druckknöpfen, und vor dem ersten Tragen einmal gewaschen. Ein digitales Fieberthermometer gehört von Anfang an in die Hausapotheke.

Schlafplatz und Stillen: die Babyausstattung für Tag und Nacht

Beim Schlafen gilt: je weniger im Bettchen, desto besser. Das Elternportal kindergesundheit-info.de empfiehlt einen Babyschlafsack statt Decke und rät von Kissen, Nestchen und Fellen im Babybett ab. Wiege, Stubenwagen oder Beistellbett sind für die ersten Monate praktisch, das Gitterbett kann warten. Kauf Schlafsäcke passend zur Jahreszeit: Ein Baby, das im Winter kommt, braucht andere Modelle als ein Sommerbaby. Beim Stillen sind ein Stillkissen, Stilleinlagen und ein, zwei Still-BHs meist alles, was es zu Beginn braucht. Eine Milchpumpe leiht man sich bei Bedarf oft günstiger aus, statt sie vorab zu kaufen. Fläschchen und Sterilisator erst dann, wenn klar ist, wie ihr füttert.

Babyspielzeug nach Alter: was in welcher Phase passt

In den ersten Wochen sind dein Gesicht und deine Stimme für das Baby spannender als jedes Spielzeug, darauf weist auch kindergesundheit-info.de hin. Ein Spielbogen, eine Rassel und ein Buch mit kontrastreichen Bildern reichen lange. Ab etwa drei Monaten wird Greifen interessant: Greiflinge, Stoffbücher und Beißringe, die in den Mund dürfen. Ab sechs Monaten kommen Stapelbecher, Steckspiele und erste Bausteine dazu, nach dem ersten Geburtstag Schiebewagen und Spielzeug zum Nachahmen. Achte auf das CE-Kennzeichen, auf Altersangaben und auf Prüfsiegel wie GS. Viel Spielzeug gibt es gut erhalten auf Kinderflohmärkten, beim Basar in der Kita oder auf Kleinanzeigen, weil jede Phase nur wenige Monate dauert.

Erstausstattung: was ein Neugeborenes wirklich braucht

Die typischen Checklisten für die Baby-Erstausstattung sind lang, doch vieles davon nutzt ihr nur ein paar Wochen oder gar nicht. Bevor du kaufst, lohnt sich die Frage, wofür genau du etwas brauchst und wie lange. Babywippe, Feuchttücherwärmer, Windeleimer mit Spezialkassetten oder ein Wickelkommoden-Aufsatz für jedes Zimmer sind nett, aber verzichtbar. Kleidung in Größe 50/56 wächst schnell heraus: Kauf lieber wenig und dafür mehr in 62/68. Was nur kurz gebraucht wird, findest du gut erhalten auf Kleinanzeigen oder auf Baby- und Kinderbasaren, die es in vielen Städten im Frühjahr und Herbst gibt. Was bleibt, kommt auf die Baby-Wunschliste.

Häufige Fragen zur Babypflege

Wie oft sollte man ein Baby baden?

Seltener, als viele denken. Laut dem Elternportal kindergesundheit-info.de des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) reicht es völlig, ein Baby ein- bis zweimal pro Woche fünf bis zehn Minuten zu baden. Tägliches Baden ist nicht nötig und tut der empfindlichen Babyhaut nicht gut. Meist genügt klares Wasser ohne Zusätze.

Welche Temperatur sollte das Badewasser für ein Neugeborenes haben?

kindergesundheit-info.de (BIÖG) nennt körperwarmes Wasser von 36 bis 37 °C, eher etwas kühler als zu warm, und ein Badezimmer mit mindestens 23 °C. Um das zu prüfen, nennt das Portal ausdrücklich das Badethermometer, das deshalb zur Grundausstattung gehört. Heißes Wasser solltest du nie nachlaufen lassen, während das Baby in der Wanne ist.

Darf ich mein Baby baden, bevor der Nabel abgefallen ist?

Laut kindergesundheit-info.de (BIÖG) ist Baden auch vor dem Abheilen möglich, wenn der Nabel nicht entzündet ist, Waschen mit dem Waschlappen reicht in dieser Zeit aber völlig. Danach den Nabel gut trocken tupfen. Bei Rötungen, Flüssigkeit oder Schwellungen rät das Portal, die Hebamme oder die Kinderarztpraxis zu informieren.

Wie viel schläft ein Neugeborenes?

Nach Angaben von kindergesundheit-info.de (BIÖG) schlafen Babys in den ersten drei Monaten durchschnittlich 16 bis 18 von 24 Stunden, verteilt auf etwa fünf Schlafphasen über Tag und Nacht. Das Portal betont, dass Abweichungen vom Durchschnitt völlig normal sind und sich ein Tag-Nacht-Rhythmus erst nach und nach entwickelt.

Was zieht man einem Neugeborenen zum Schlafen an?

kindergesundheit-info.de (BIÖG) empfiehlt einen Schlafsack statt einer Decke, dessen Halsausschnitt nicht größer als der Kopf des Babys ist, und rät von Kissen, Nestchen und Fellen im ersten Lebensjahr ab. Als optimale Raumtemperatur fürs Schlafen nennt das Portal 18 °C; beim Schlafen genügen Windel, Unterwäsche und Schlafanzug, an heißen Tagen weniger. Für die Ausstattung heißt das: Schlafsäcke in der passenden Stärke für die Jahreszeit kaufen.

Was braucht ein Neugeborenes wirklich?

Einen sicheren Schlafplatz mit Schlafsack, eine Babyschale fürs Auto (schon für die Fahrt aus der Klinik), einen Kinderwagen oder eine Trage, Windeln, eine Handvoll Bodys und Strampler, Waschlappen, Badetuch und einen Wickelplatz. Alles Weitere – Babywippe, Wärmer, Spezialgadgets – kannst du kaufen, wenn sich der Bedarf zeigt. Was ihr nur ein paar Monate nutzt, lohnt sich oft gebraucht.

Ab wann braucht ein Baby Spielzeug?

Am Anfang braucht es kaum welches: Gesicht, Stimme und Nähe der Eltern sind in den ersten Wochen das Interessanteste. Ein Spielbogen, eine leichte Rassel oder Bilder mit starken Kontrasten sind ein guter Start. Richtig spannend wird Spielzeug, sobald das Baby zu greifen beginnt, meist ab etwa drei Monaten – dann ist alles gefragt, was gefahrlos in den Mund darf.