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Babyliste ohne Provision? Was wirklich kostenlos ist

Irene · · 6 Min. · Aktualisiert am 21. September 2026
Babyliste ohne Provision? Was wirklich kostenlos ist
Teil des kompletten Ratgebers zur Baby-Wunschliste

„Kostenlos“ steht auf fast jeder Babyliste. Gemeint ist damit sehr Verschiedenes: mal die Liste selbst, mal nur das Anlegen, mal alles außer dem Teil, den du am Ende wirklich brauchst. Und „ohne Provision“ ist noch einmal eine andere Aussage – sie betrifft das Geld, das deine Gäste dir schenken, nicht den Preis des Dienstes. Hier steht, wo bei den gängigen Anbietern tatsächlich Geld fließt, damit du es siehst, bevor die Liste steht und der Link schon in der Familiengruppe hängt.

Die vier Stellen, an denen eine „kostenlose“ Liste doch etwas kostet

1. Die Freischaltgebühr

Das verbreitetste Modell im deutschsprachigen Raum: Anlegen und Gestalten sind gratis, und erst wenn du die Liste teilen oder sehen möchtest, wer dir etwas schenkt, wird freigeschaltet. Mamaliste macht das so und nennt dafür eine einmalige Zahlung – aktuell 14,95 € statt regulär 29,90 €, ohne Abo und ohne automatische Verlängerung (Stand 21. September 2026, Anbieterangaben). Das ist fair kommuniziert und für viele Familien auch in Ordnung. Unangenehm wird es nur, wenn du es erst merkst, nachdem du dreißig Wünsche eingetragen hast.

2. Der Tarif, der Geldwünsche freischaltet

Universelle Listen mit Geldfonds trennen fast immer zwischen einer kostenlosen Grundstufe und einem bezahlten Tarif. Bei Given2 gibt es eine dauerhaft kostenlose Variante, daneben „Pay as you go“ für 1 € pro Tag und „Full“ für 160 € im Jahr; eine eigene Internetadresse kostet 25 € extra (Stand 21. September 2026, Anbieterangaben). Rechne den Tarif auf die Zeit hoch, die deine Liste wirklich offen sein soll – zwischen „drei Wochen um die Babyparty herum“ und „vom sechsten Monat bis zur Taufe“ liegen bei einem Tagespreis schnell 100 €.

3. Die Gebühren des Zahlungsdienstleisters

Sobald Geld digital fließt, verdient jemand daran – und das ist nicht unbedingt die Plattform. Given2 betont, keine Vermittlungsgebühr auf den Geschenkbetrag zu nehmen, weist aber die Transaktionskosten offen aus: Kreditkarte innerhalb der EU 1,9 % + 0,35 €, Amex und Karten außerhalb der EU 3,95 % + 0,35 €, PayPal 3,4 % + 0,35 €. Standardmäßig zahlt sie der Gast, ihr könnt sie auch selbst übernehmen (Stand 21. September 2026, Anbieterangaben). Überweisung und Umschlag bleiben in aller Regel kostenfrei. Das ist kein Skandal, sondern schlicht der Preis einer Kartenzahlung – man sollte nur wissen, wer ihn am Ende trägt.

4. Die Bindung an einen Katalog

Der Preis, der nicht in Euro steht. Die Liste eines Händlers kostet dich nichts und bringt manchmal sogar etwas ein – Amazon gewährt Prime-Mitgliedern nach eigenen Bedingungen einen Rabatt auf berechtigte Artikel und ein Willkommensgeschenk. Dafür passt nur hinein, was im Katalog steht: kein Beistellbett aus der Manufaktur, nichts Handgemachtes, keine Marke, die dort nicht verkauft. Bei Listen des Babyfachhandels lohnt außerdem der Blick, ob es wirklich eine teilbare Geschenkliste ist, an der Gäste reservieren können – oder nur eine private Merkliste im Kundenkonto, und ob sie ein Ablaufdatum hat.

Wo bei den gängigen Diensten das Geld fließt

DienstKostenlos istGeld fließt bei
BabyWishalles: anlegen, teilen, verwaltenAffiliate-Links, vom Shop bezahlt
Mamalisteanlegen und gestaltenFreischaltung zum Teilen, einmalig
Given2Grundstufe ohne GeldfondsTagestarif oder Jahrestarif, Kartengebühren
AmazonListe, Rabatt und Willkommensgeschenknichts — dafür nur der eigene Katalog

Angaben der Anbieter, geprüft am 21. September 2026. Preise und Bedingungen legen die Anbieter fest und können sie jederzeit ändern – der Blick auf die Preisseite vor der Anmeldung bleibt dir also nicht erspart. Ausführlicher stehen die Unterschiede im Vergleich der kostenlosen Babylisten und speziell für zwei Anbieter im Beitrag Given2 oder Amazon.

Warum BabyWish kostenlos bleiben kann

Wir lassen nicht dich zahlen, sondern die Shops. Führt einer unserer Produktlinks zu einem Kauf, beteiligt uns der Händler an seiner Marge – für die schenkende Person bleibt der Preis exakt derselbe. Das trägt den Dienst, und deshalb gibt es hier keine Freischaltung, keine Premium-Stufe und kein Ablaufdatum.

Beim Gemeinschaftsgeschenk halten wir uns aus dem Geld ganz heraus. Deine Gäste sagen einen Betrag zu, der Balken zeigt allen den Stand, und übergeben wird direkt unter euch – per Überweisung, bar im Umschlag, wie ihr wollt. Weil nichts über uns läuft, gibt es auch nichts, wovon jemand etwas abziehen könnte: keine Auszahlungsgebühr, keine Frist, keine Kartengebühr. Wie das im Alltag abläuft, steht im Beitrag zum Gemeinschaftsgeschenk.

Ein Konto brauchst du trotzdem – sonst könnten wir dir die Liste später nicht wieder in die Hand geben. Deine Gäste dagegen brauchen keins: Sie öffnen den Link und reservieren mit Name und E-Mail-Adresse. Und beim Eintragen versucht BabyWish, Name, Preis und Bild von der Produktseite zu holen; bei den großen Shops klappt das meistens, bei manchen nicht, dann ergänzt du die Felder selbst.

Fünf Fragen, bevor du dich irgendwo anmeldest

  1. Gibt es eine Preisseite? Wenn du sie nicht in zwei Klicks findest, ist das bereits eine Auskunft.
  2. Ist Teilen im kostenlosen Umfang enthalten? Genau hier liegt die häufigste Grenze zwischen gratis und bezahlt.
  3. Was kostet der Geldwunsch? Tarif, Provision auf den Betrag und Zahlungsgebühren sind drei verschiedene Posten – frag alle drei ab.
  4. Wer trägt die Gebühr beim Bezahlen? Wenn sie auf den Gast aufgeschlagen wird, sieht er an der Kasse mehr, als er schenken wollte.
  5. Läuft die Liste ab? Zwischen Babyparty, Geburt und Taufe vergeht schnell ein halbes Jahr.

Wenn du bei diesen fünf Punkten klare Antworten bekommst, ist der Rest Geschmackssache. Und wenn du die Liste lieber gleich aufbaust, statt weiter zu vergleichen: Der komplette Ratgeber zur Babyliste nimmt dich Schritt für Schritt mit.

Häufige Fragen

Was heißt bei einer Babyliste „ohne Provision“?

Dass niemand einen Prozentsatz von dem Geld abzieht, das deine Gäste dir schenken. Das ist etwas anderes als „kostenlos“: Eine Liste kann provisionsfrei sein und trotzdem eine Freischaltgebühr oder einen Jahrestarif kosten. Frag also getrennt nach beidem.

Wo verstecken sich bei einer kostenlosen Babyliste die Kosten?

An vier Stellen: bei der Freischaltung, sobald du die Liste teilen oder sehen willst, wer schenkt; beim Tarif, der Geldwünsche erst möglich macht; bei den Gebühren des Zahlungsdienstleisters, die Karte oder PayPal berechnen; und bei der Katalogbindung, die dich auf einen einzigen Shop festlegt.

Wer zahlt die Gebühren für Kartenzahlung oder PayPal?

Das legt die Plattform fest. Given2 zum Beispiel schlägt die Transaktionskosten standardmäßig auf den Gast auf und lässt euch wählen, sie stattdessen selbst zu tragen (Stand September 2026). Lies das nach, bevor eure Gäste an der Kasse eine krumme Summe sehen.

Verdient BabyWish an meinen Geschenken?

Nicht an dem Geld, das du bekommst – da sind wir gar nicht beteiligt. Wir verdienen an Affiliate-Links: Kauft jemand über einen davon ein, beteiligt uns der Shop an seiner Marge, ohne Aufpreis für ihn. Genau das finanziert die kostenlose Liste.

Woran erkenne ich vor der Anmeldung, was mich erwartet?

Such die Preisseite, bevor du ein Konto anlegst – wenn es keine gibt, ist das schon eine Antwort. Prüfe dann, ob Teilen im kostenlosen Umfang enthalten ist, ob Geldwünsche extra kosten, wer Zahlungsgebühren trägt und ob die Liste ein Ablaufdatum hat.

Quellen

  • Mamaliste, Preis und FAQ „Was kostet Mamaliste – und was ist kostenlos?“, mamaliste.de (abgerufen am 21. September 2026).
  • Given2, „Funktionen und Kosten von Given2“ sowie Angaben zu Transaktionskosten, given2.com (abgerufen am 21. September 2026).
  • Amazon, Bedingungen der Baby-Wunschliste, amazon.de (Bedingungen und Vorteile legt Amazon fest und kann sie ändern).

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